Internetreparatur an Donauwelle

Ein Kollege hat uns im Büro mit Donauwelle beglückt und mir danach sein Rezept geschickt.

Das Rezeptblatt hat mich an das Donauwellenrezept meiner Mutter erinnert.

Das hat mir 2020 meinen "erfolgreichsten" Tweet beschert. Also wenn man Erfolg in Likes und Retweets misst. Über 4.000 Herzen, fast 300 Retweets. Das Rezept ging viral.

Ich habe den Tweet und die Reaktionen darauf in einem Blogpost archiviert. Also zumindest dachte ich, dass es ein Archiv wäre. Damals. Natürlich ist es kein Archiv, wenn man Inhalte einer externen Plattform nur einbettet und die dann später gelöscht werden. Hab ich ja selbst auch mit meiner Twitter-Timeline gemacht. Hab jetzt gerettet was zu retten war und alle noch existierenden Tweets als Screenshots eingebunden. Am Ende des Blogposts sind die Originallinks zu den gelöschten Tweets. Falls jemand ein Twitter-Archiv kennt, gerne melden.

Ein paar Gedanken dazu:

  • Ich Nachhinein nervt mich ein bisschen meine damalige Fixiertheit auf den Likecounter. Die Algos waren da schon lange am Werk und hatten mich im Griff.
  • Andererseits: Es war kein Ragebait. Es war eher sowas wie ein sahniger Kuchen-Flauschsturm. Die ganzen Rückmeldungen mit den eigenen über Generationen weitervererbten Familienrezepten waren schön.
  • Der Tweet wurde auf Merkur.de wiederverwertet. Ohne mich irgendwie zu fragen, ob das ok ist und lieblos as fuck zwischen blinkende Werbanzeigen gepackt. Online-Journalismus wie er mich heute immer noch hart nervt.
  • Vertrau keiner externen Plattform. Own your content wo es nur geht.
  • Das Rezept meiner Mama ist das Beste!

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