Stelzenhaus, Essen auf Rädern und Reacher
Ich habe mir endlich mal das ZUHAUS von Innen angeschaut. Das ZUHAUS steht im Münchner Stadtteil Haidhausen und ist ein temporäres Projekt vom Architekten Clemens Hoyer. Reallabor nennt man das immer, wenn man was mal in Echt testen will. Und das finde ich sehr gelungen.
Das Haus steht auf Stelzen auf der Fläche von drei Parkplätzen. Es ist gedacht als zusätzlicher Erweiterungsraum für das Viertel. Man kann es buchen für das Treffen vom Verein oder dem eigenen Stammtisch. Clemens, mit dem ich ein bisschen reden konnte, kann sich aber auch noch zahlreiche weitere Nutzungen vorstellen. Das reicht von Kita-Erweiterungen über Platz für Obdachlose bis hin zu Coworking-Plätzen. Das passt natürlich nicht überall hin und es ist immer vom jeweiligen Standort abhängig, was wo sinnvoll ist, aber: Die Idee kann skalieren, die Idee nimmt nicht zwingend Raum weg, sondern erweitert ihn und die Gestaltungshoheit liegt bei öffentlichen Parkflächen bei der öffentlichen Hand und ist nicht von privaten Akteuren abhängig.
Das ZUHAUS zeigt gerade für die Diskussion um die Neuverteilung des öffentlichen Raums in der Stadt endlich mal ein paar weitere Nutzungsmöglichkeiten als Sitzgelegenheiten und Bäume auf. (nichts gegen Sitzgelegenheiten und Bäume. Einige meiner besten Freunde sind Sitzgelegenheiten und Bäume!).
Ich saß eine Weile in einem der Räume, die genau die Fläche eines Parkplatzes abdecken und es fühlte sich tatsächlich so an, als könnte man sich gut länger dort aufhalten und Dinge verrichten. Ein Parkplatz hat knapp 12 Quadratmeter, es gibt Kinderzimmer in Münchner Wohnungen, die kleiner sind.

"Über 800 Bestellungen im Jahr: Der fleißigste Lieferdienst-Kunde Deutschlands kommt aus München"
800 Mal auf den "Bestellen" - Button drücken - bin mir nicht sicher, ob das die Performance ist, die der Kanzler von uns erwartet.
Ohne Zweifel fleissig sind die Auslieferer der Bestellungen. Passenderweise habe ich in den letzten Monaten Einblick in die Arbeitsvertragswerke von zwei solchen Lieferdiensten erlangen können und es könnte unterschiedlicher nicht sein. Bei einem läuft die Arbeitsaufnahme über dubiose Subunternehmer, die man über dubiose Telegram-Chats kontaktiert und wenn man dann den Arbeitsvertrag in ChatGPT reinwirft, ploppt bei jedem zweiten Absatz eine Red Flag auf. Beim anderen gibts Über-Mindestlohn-Bezahlung und Arbeitskleidung gestellt.
Es ist so weit. Die 4. Staffel Reacher hat begonnen und die einzige Frage ist, warum sendet Amazon das nur so tröpfchenweise? So schlecht Tom Cruise in den Filmen auf die Rolle gepasst hat, so super passt Alan Ritchson als Reacher. Die Serie ist perfekt und Ritchson scheint jetzt auch im Kino durchzustarten. Ein Actionfilm mit Owen Wilson startet bald. Ich bin dabei.
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