28.2.2016

Der Bub und ich verbrachten das Wochenende allein zu Hause. Girls out. Sonntag waren wir rodeln. Und zwar nicht rodeln von einem fünf Meter hohen Minihügel im Stadtpark, sondern rodeln von einem 1500 Meter hohen Berg abwärts. Der Vorteil: Die Abfahrt dauert viel länger. Der Nachteil: man muss erst mal 600 Höhenmeter überwinden. Wir sind also knapp 2,5 Stunden von Unterammergau zum August-Schuster-Haus hochgelaufen, haben dort gegessen und sind dann abgefahren. Riesenspaß! Im unteren Drittel leider durch eher schlechte Schneematschdreckverhältnisse leicht gemindert.

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Bernd Begemann ist ein wirklich sehr großer Entertainer, Musiker, Geschichtenerzähler und natürlich vor allem: Sexgott. Bernd Begemann schwitzt nach dem ersten Lied, macht sich frei und spielt von 21:15 bis 00:15 (mit 15 Minuten Pause, sehr gute Idee, kann man Bier holen). Bernd Begemann ist so gut, daß ich es nicht geschafft habe, bzw. nicht daran gedacht habe, ein besseres Bild, als dieses hier zu machen. Man will ihm einfach nur zuschauen und zuhören.

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24.1.2016

Life of Agony sind für mich eine meiner wichtigsten Bands aus den 90ern. Die Ugly und, nachträglich angeeignet, die River runs red zählen immer noch zu meinen absoluten Lieblingsalben. Trotzdem hatte ich die Band bisher erst einmal gesehen. Nach ihrer Reunion. Beim Southside-Festival.

Seit 11 Jahren haben sie zwar keine neue Musik veröffentlicht, aber sie touren trotzdem wieder. Sänger Keith Caputo hat zwischendurch ein paar Solo-Alben rausgebracht (sehr empfehlenswert: Died Laughingund lebt seit 2011 unter dem namen Mina Caputo seine Transsexualität. Mina Caputo hat ebenfalls ein erstes Album veröffentlicht.

Jetzt hab ich sie bei ihrem letzten Deutschland-Konzert der aktuellen Tour im Backstage gesehen. Und wie war’s?

Teilweise ganz schön holprig, mieser Sound und Minas Stimme lief auch ab und zu aus dem Ruder. Und dann aber bei einzelnen Songs wieder ganz großartig und dermaßen auf den Punkt. Dem Publikum war das größtenteils egal. Man war hier um die Helden der Vergangenheit zu feiern, Fäuste zu recken und mitzugrölen.

In exakt 75 Minuten haben sie alle wichtigen Songs von River runs red und Ugly abgeliefert. Mehr kann keiner wollen.

River runs red

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21.1.2016

Das tolle Popchorprojekt Choir!Choir!Choir! aus Toronto entdeckt. Space Oddity ist natürlich spitze, ich kann aber auch alle anderen Interpretationen empfehlen. Könnte ich nur ein bisschen singen, müsste ich mir jetzt sowas in München suchen.

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The Slow Show – Bloodline. Sehr gutes Album auch. Irgendwo zwischen Interpol und The National.

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Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen (mit einigen Ex-Superpunk-Mitgliedern) haben auch ein neues Album. Rüttel mal am Käfig, die Affen sollen was machen. Und ich einen neuen Ohrwurm. Er war der beste – Zechpreller! Auf der Welt!

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Rainer von Vielen haben hier eine Knaller-Cover-Version von We care a lot produziert. Mit Sibylle Berg im Intro.

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Innerhalb von zwei Jahren zum zweiten mal Frank Turner live gesehen. Guter Typ. Nur Hits und Hymnen (die neue Platte ist aber ein bisschen lahm).Im Publikum war eine schöne Altersdiversität. Teenager und ihre Eltern. Und alles dazwischen.

Als Vorband spielten Skinny Lister. Netter Fidelrock, den man aber nicht länger als eine halbe Stunde hören kann. Der Kontrabasser überzeugte mit einem ausgiebigen Ausflug ins Publikum samt seines Instruments.

Crowdsurfender Kontrabass mit @skinnylister

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9.12.2015

Schon wieder die Kinder ausquartiert. Schon wieder ein gemeinsames Konzert „als Paar“ (Brigitte Mom). Das wird langsam zur lieben Gewohnheit. Diesmal waren es Wanda.

Zwei Stunden lang Schweiß und Testosteron. Man macht sich als Familienvater beinahe ein bisschen Sorgen um die jungen Männer. Der viele Alkohol, die körperliche Anstrengung, die Dauertour seit fast zwei Jahren. Hoffentlich halten sie durch.

Auf der Bühne wird „amtlich abgeliefert“ (Heinz Strunk). Das komplette Rockshow-Programm. 10-Minuten-Mitsing-Kanon, stagediven bis zur Bar (Schnaps abholen) und zurück, der ganze Saal setzt sich auf den Boden, der ganze Saal springt auf. Das machen sie sehr, sehr gut. Und sie haben halt die Hits. Nach einem Wanda-Konzert prügeln sich 10 Ohrwürmer in deinem Kopf um die erste Chartplatzierung. Oder du bist taub.

Beim Falco Cover „Out of the dark“ rappt der Drummer (Muscleshirt, klar) die Strophen lässig runter und drischt dann beim Refrain wie ein Tier auf sein Instrument ein. Gänsehäutchen.

Wa wa wa Wanda

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3.12.2015

Beide Kinder zur Übernachtung ausquartiert und zusammen mit der Frau das Erdmöbel-Weihnachtskonzert in der Milla besucht. Spitzenkonzert. Ganz groß: unpeinliche Polonaise einmal durch das Kellergewölbe.

Weihnachten mit Erdmöbel. Mir doch egal.

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