Mein KI-Tagebuch (2)
Was ich zuletzt mit KI gemacht und über KI gelernt habe.
Daten befreien
Für unsere Initiative Parkraumwende habe ich den Datenbereich weiter ausgebaut. Unter data.parkraumwende.de gibt es jetzt einen neuen Unterbereich "Bezirksprofile". Die Bezirksprofile sind ein Teil der umfangreichen Verkehrsbefragung "Mobilität in Städten 2023". In der Befragung wird detailliert das Mobilitätsverhalten der Münchner Bevölkerung abgefragt. Die Ergebnisse gibt es auch aufgeschlüsselt nach Stadtbezirken. Allerdings alles nur in PDFs aufbereitet. Zum Glück sind die PDF-Seiten einheitlich. Mithilfe von Claude Code habe ich für jeden Stadtbezirk die Daten in eine CSV exportiert.

Dann hat Claude noch den neuen Bereich samt Userinterface und Aufklappsteckbriefen zusammengebaut. Das gefällt mir schon ziemlich gut und perspektivisch kann ich in die Stadtbezirkslogik auch noch weitere Daten aus anderen Quellen einarbeiten.
Auf Automatik
Ich habe Claude Code jetzt Zugriff auf meine Home Assistant Installation gegeben. Home Assistant ist supergut um alle möglichen Smart Home-Komponenten unter einen Hut zu bringen. Genau deshalb ist es aber auch ein bisschen komplex.
Automatisierungen kann man entweder in YAML definieren oder etwas komfortabler über ein Drag&Drop-Frontend.


Selbst über die UI finde ich das aber immer noch ziemlich umständlich. Claude Code kann ich konkret sagen: "Richte eine Automation ein: "Immer wenn ich nach Hause komme, spiele auf der Sonos Box in der Küche Whats Up von den 4 Non Blondes". Claude baut dann den YAML Code und ich checke es noch im Frontend gegen und versuche es zu verstehen.
Ich habe jetzt eingerichtet, dass, wenn der Feuchtigkeitsensor in den Balkonpflanzen einen bestimmten Wert unterschreitet auf allen Sonos-Boxen der Song Bring me some water von Melissa Etheridge läuft. Erschreckt manche Mitbewohnerinnen, wirkt aber.

Die Ulanzi Smart Pixel Clock steht seit zwei Wochen bei uns im Flur. Mit Claudes Anleitung hab ich zuerst die AWTRIX-Firmware aufgespielt. Danach kann man recht flexibel Dinge auf der Uhr ausgeben. Ich lasse eine Abfolge von Datum/Uhrzeit, Wetter und was grad im Radio läuft durchscrollen. Speziell morgens ab 7:30, wenn alle die Wohnung verlassen, habe ich noch ein paar Motiviationssprüche geschaltet. Niemand soll schlecht gelaunt in den Tag rausgehen!
Bevor der oder die letzte die Wohnung verlässt, wird der "Alles aus" - Button gedrückt. Der schaltet alle Lichter, alle Sonos Boxen und alle Heizungen aus.

Christian ist auf einen KI Song reingefallen, Jens auch. Kann mir das auch passieren? Auf jeden Fall. Was mache ich dann?
Christian stellt fest:
Ob es also einen Unterschied für den Konsumenten macht, dass irgendetwas mit oder ohne KI erstellt wurde, muss jeder Konsument für sich entscheiden. In meinem Fall: Was macht das nun mit mir, da ich weiß, dass Benny Rivers kein Blues-Sänger ist, sondern Produkt einer künstlichen Intelligenz? Die Musik, die mir gefallen hat, ist ja noch dieselbe. Allein: Das Anhören bereitet mir kein rechtes Vergnügen mehr. Die Musik ist irgendwie entzaubert, seit ich weiß, dass kein Mensch vor dem Mikrophon steht.
Mir geht es ähnlich. Wenn ich einen Song oder ein Album richtig gut finde, dann will ich meistens mehr über die Künstler wissen. Mich interessiert wie die Musik entsteht. Ich hab ein Visions Print Abo, weil ich lesen will, was Mike Patton jetzt schon wieder zu diesem neuen, kruden Sideprojekt inspiriert hat. Und ich lasse mir von Owen Cutts erklären, warum Sinnerman von Nina Simon genial ist. Ich will Songs dann live sehen und mir ein Shirt am Merch Stand kaufen. Einfach nur ein Prompt "Generiere einen Song der genauso ballert wie Ride the Lightning und Rainin Blood, aber mit Banjo und einem Songtext über Katzen" ist mir zu wenig Eigenleistung.
Gut möglich, dass in meinem Release-Radar schon so ein Song durchgedudelt ist. Wenn es mir aufgefallen wäre, hätte ich den geblockt.

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare.
Kommentar schreiben