München badet
Gestern hat meine Eisbadegruppe die Eisbadesaison eröffnet.

Ich habe für dieses Jahr ein kleines Dashboard gebaut, das mir auf einen Blick die wichtigsten Daten fürs Bad in der Isar anzeigt. Wassertemperatur, Umgebungswetter, Wasserstand.
Dann hab ich mir gedacht: Man kann ja auch noch woanders Baden gehen. Jetzt zeigt die Seite die Isarbadestellen (samt Gefahrenwarnungen) und alle Bäder der Stadtwerke samt ihrer Auslastungsanzeigen an.
muenchenbadet.de aggregiert öffentlich zugängliche Daten. Viele davon aus dem Open Data Portal der LHM, einige Infos werden auch direkt von den entsprechenden Webseiten und über weitere Schnittstellen abgeholt.
Aufbau und Konzept der Seite ähnelt stark meinen anderen Open-Data-Projekten, die ich hier auf meiner /projekte-Seite sammle.
Perspektivisch werde ich auch noch Badeseen rund um München ergänzen. Fehler, Verbesserungsvorschläge oder weitere Ideen gerne in die Kommentare.
Wer am Eisbaden interessiert ist - hier eine kleine FAQ, die sich aus meinen Erfahrungen der letzten zwei Jahre speisst.
Warum eigentlich?
Die Frage ist berechtigt. Höchstwahrscheinlich schadet es zumindest nicht der Gesundheit, sondern hat eher positive Effekte. Das nehme ich gerne mit, aber meine Hauptmotivation ist, dass ich mich danach den gesamten Tag sehr beschwingt und frohgemut fühle.
Ist das nicht sehr umständlich?
Dachte ich auch zuerst. Aber wenn die Hauptvoraussetzung erfüllt ist, geht es eigentlich alles ganz flott. Die Hauptvoraussetzung ist für mich: Das Gewässer nahe bei der Wohnung. Ich bin in fünf Minuten mit dem Rad an der Isar.
Was braucht es dazu?
Badehose, Badeschuhe, auf den Kopf eine Mütze und bei Bedarf Handschuhe. Praktisch außerdem: eine Picknickdecke, damit die Kleidung nicht nass wird. Für danach eine Heissgetränk. Das wärmt von innen und die Hände von außen.
Was sonst noch?
Nur bis maximal zum Hals ins Wasser gehen. Am besten hinsetzen oder knien. Arme hoch, Hände auf den mützenbedeckten Kopf. Nicht alleine gehen. Ich treffe mich mit drei FreundInnen einmal die Woche.
Wie lange drinbleiben?
Unsere Regel ist: immer soviel Minuten wie Wassertemperatur. Im Herbst waren das 10 Minuten, aktuell eher 3 bis 4 Minuten. Die ersten zwei Minuten können sich bei den ersten Badegängen etwas unangenehm anfühlen. Ab Minute 2 schüttet der Körper aber irgendwas aus und dann geht's.
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