Links vor Rechts – 25.7.2026

„Schmerz lässt nicht nach“: Can ging zu McDonald’s am OEZ – und kehrte nie zu seinen Eltern zurück

Stattdessen wollte er sich mit Freunden treffen, erzählte er seinen Eltern, bevor er die Wohnung verließ. Am Nachmittag des 22. Juli 2016 ging er zu McDonald’s am Olympia-Einkaufszentrum. Can kehrte nie mehr in sein Jugendzimmer zurück.

Sibel und Hasan Leyla vor dem Bild ihres Sohnes. ♥︎
Vor 3 Tagen hat sich das OEZ-Attentat zum zehnten mal gejährt. Die Angehörigen der Opfer mussten jahrelang darum kämpfen, dass der "unpolitische Amoklauf" als rechtsextremer Anschlag eingestuft wurde. München vergisst nicht.

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(€) Zehn Jahre OEZ-Attentat in München: Wie konnte diese entspannte Stadt in Panik verfallen? - München - SZ.de

Wie erklären Sie dann, dass die ganze Stadt in Angst war?
Wir haben uns intensiv gefragt, wie es zu diesen vielen Phantomtatorten kam. Hätten wir früher erkennen können, dass sich Wahrnehmungen derart zuspitzen? Haben wir möglicherweise selber dazu beigetragen? Wenn man sich damit auseinandersetzt, wird einem bewusst, wie wenig Social Media Hauptursache für manchen Effekt in dieser Nacht gewesen sein kann.

Wir können nur mutmaßen. Es ist nicht empirisch belastbar, aber anekdotisch haben wir Beispiele, dass insbesondere während der Akutphase viel auf Whatsapp kommuniziert wurde: Wo bist du? Wo ist mein Kind?

Ein plakatives Beispiel, von denen es mehrere gibt: Zeugen sahen am OEZ drei arabisch gelesene Personen in einen roten Mercedes springen, angeblich mit einer Waffe, und dieses Auto verließ mit hoher Geschwindigkeit und durchdrehenden Reifen das OEZ.
Was genau war da los?
Es war eine Familie. Sie hatte die Schüsse gehört, wahnsinnige Angst, sprang ins Auto und fuhr sportlich weg. Da war nichts Gefährliches, und mitnichten war da eine Waffe. Aber da war der Effekt, dass der Mensch in besonderen Situationen etwas als gefährlich empfindet, was er mit Ruhepuls nicht so einordnen würde.

Die Gründe für die damalige stadtweite Panik sind vielfältig. Ob man da unbedingt zwischen ganz öffentlichem Social-Media und geschlossenen Räumen wie WhatsApp unterscheiden muss, weiß ich nicht so recht. Die Mechanismen in allen Kanälen sind ähnlich.

Jeder Münchner weiß, wo er am Abend des 22. Juli 2016 war. Ich z.B. im Hans im Glück und habe viel auf WhatsApp und Twitter geglotzt.

Danach haben Dirk, Manni und ich gegen-die-panik.de online gestellt. Die Regeln wirken zehn Jahre später ein bisschen rührig. Die bleiben aber online, schon alleine, weil sie mir persönlich immer wieder helfen einmal kurz durchzuatmen, bevor ich auf irgendwas im Netz reagiere. Macht es auch so.


Wie wahrscheinlich ist ein AfD-Verbotsverfahren, Dr. Bijan Moini?

Eva Schulz spricht mit Bijan Moini über das Gutachten der GFF zu einem möglichen AFD-Verbot. Er erklärt das sehr ruhig und sachlich und wer überlegt, ob er zur nächsten PRÜF-Demo am 8. August kommt, findet im Interview bestimmt das ein oder andere Argument dafür oder dagegen.


(€ Geschenklink) Wo das wahre staatliche Versagen bei der Wohnungskrise liegt)

„Inzwischen zahlen rund 3,2 Millionen der knapp 20 Millionen deutschen Mieterhaushalte mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens fürs Wohnen. Für weitere 3,4 Millionen sind es 30 bis 40 Prozent.“

Das ist die aktuelle Lage und das ist nicht gut. Die Lösungen liegen grob gesagt darin, erst mal anzuerkennen, dass der Wohnungsmarkt kein normaler Markt ist, wie z.B. der Markt für Zahnbürsten oder Smartphones. Wir brauchen mehr Instrumente, die die Gemeinnützigkeit in den Vordergrund stellen und fördern. Das ist auch nichts Neues, das gab es alles schon mal, es steht teilweise sogar im Grundgesetz und andere Länder machen es auch.


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