Auto vs. Bahn: Ein Selbstversuch an Weihnachten

Wir sind über die Feiertage ein bisschen quer durch Deutschland gefahren und ich hab unterwegs meine Fahrt zur diesjährige re:publica in Berlin geplant. Ein guter Anlass um mal wieder ein paar Mobilitätsstatistiken zu erstellen.

Vom 4. Adventswochenende (ab 22.12.2019) bis zum 4.1.2020 haben wir (2 Erwachsene, 2 Kinder) einige Familien- und Freundesbesuche gemacht. Eine Zeit, in der also deutschlandweit ziemlich viel gereist wird. Dieses Jahr haben wir zum ersten mal alle Feiertagsfahrten mit dem Zug zurückgelegt. Die folgenden Orte haben wir besucht:

Die genauen Fahrten sahen so aus:

Die Fahrtzeiten beim Auto sind mit GoogleMaps berechnet (staufrei), anschließend habe ich bei jeder Fahrt noch 15 Minuten für Stau und Pinkelpausen dazugerechnet. Alle unsere Bahnfahrten waren pünktlich, wir haben keinen Anschlusszug verpasst (bei insgesamt 8xUmsteigen). Das WLAN im ICE hat ordentlich funktioniert (diesen Blogbeitrag veröffentliche direkt aus unserem letzten Zug) und weil ich einen lustigen Witz gemacht habe, hat mir ein gut gelaunter Schaffner zwei Kaffeegutscheine geschenkt. Auch in den Regionalzügen hatten wir immer Sitzplätze. Wir haben auf den Bahnfahrten Switch gespielt, Handy gedaddelt, Bücher gelesen, ausufernd gegessen, Stratego (großes Spielbrett) und Wizard gespielt, gequatsch und geschlafen.

Im direkten Preisvergleich hätten wir mit dem eigenen Auto über 200 € mehr bezahlt (bei einem durchschnittlichen Kilometerpreis des Autos von 0,40 € gemäß des ADAC Autokostenrechners)

Unterwegs habe ich dann noch die Anfahrt für die diesjährige re:publica geplant und mal die Kosten für verschiedene Bahnfahrten, Car-Sharing und eigenes Auto verglichen (die Bahnpreise sind für eine Person, wenn man ein Auto z.B. mit vier personen belegt, die gleichmäßig Ihren Anteil zahlen, verändert sich die Rechnung etwas zu Gunsten des Autos). Die günstigste Bahnverbindung von München nach Berlin lag dabei bei 14 € (ohne Sitzplatzreservierung, BC25). Das ist schon extrem günstig und schlägt sogar viele Fernbusangebote.

Und sogar mit dem regulären Normalpreis der Bahn wäre die Fahrt noch leicht günstiger als mit beiden Auto-Varianten.

Daraus ergeben sich die folgenden Kilometerpreise für die einzelnen Mobilitätsangebote.

Für Fahrten, die man frühzeitig bucht, kann die Bahn aktuell deutlich günstiger sein als das Auto. Und zumindest unserer aktuellen Weihnachtsfahrterfahrung war auch deutlich komfortabler, entspannter und schneller als Autobahn und Stau.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.