5.12.2019 – Alto’s Adventure

Im September habe ich angefangen Alto’s Adventure zu spielen. Das Spiel ist bereits 2015 erschienen und hat zahlreiche Preise gewonnen. Hatte mir das damals schon gekauft, aber es dann irgendwie wieder vergessen.

Das Spielprinzip ist einfach: man steuert Alto (oder später noch andere Charaktere) auf einem Snowboard durch eine endlose Hügellandschaft. Alto beschleunigt dabei von selbst und man muss eigentlich nur im richtigen Zeitpunkt den Touchscreen berühren um Hindernisse zu überspringen oder Saltos zu machen. So einfach, so langweilig. Dachte ich am Anfang.

Nach ein paar Läufen hatte mich das Spiel dann aber. Und es hat mich bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.

Obwohl das Spielprinzip so simpel ist, schaffen es die Entwickler durch die geschickte Kombination von immer schwerer werdenden Aufgaben, Boost-Up-Shop-Items und neu freigespielten Charakteren, dass es fesselnd und abwechslungsreich bleibt und man immer mal wieder die Strategie entsprechend der aktuellen Aufgabe anpassen muss.

Das komplette Gamedesign ist dazu einfach fantastisch schön. Die Landschaften, die Tageszeiten und Wetteränderungen, alle Soundeffekte, die Musik und die ganze kinetische Dynamik (den Begriff hab ich mir aus der Lexpod Episode zu den Actionfilmen der 10er Jahre abgeguckt. Cineasten sagen das so).

Das alles zusammen schafft eine Art Flow, der ganz oft sehr beruhigend und fast schon meditativ ist und aus dem man nur manchmal laut ausbrechen muss, wenn eine der besonders hakligen Aufgaben gerade einfach unschaffbar erscheint (sorry, Familie!)

Es ist ein Spiel, was man kurz zwischendurch in der U-Bahn, aber auch mal einen ganzen Abend lang spielen kann. Irgendwann konnte ich alles so intuitiv steuern, dass ich nebenher ein ernsthaft, konstruktives Gespräch mit meiner Frau führen konnte. (und bevor jemand fragt: ohne Spiel kann ich das natürlich auch)

Heute habe ich endlich Level 60 geschafft und wurde mit diesem minimalistischen Texttafel belohnt.

Alle Ziele erfüllt. Das hört man doch gerne.

Nächster Halt: Alto’s Odyssey.

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