Post von @heibie – S03E02: Die Kurve flach halten

In der heutigen Ausgabe gibt es genau drei Links. Wahrscheinlich kennen die viele von Euch schon, vielleicht seid ihr auch schon genervt von dem Thema. Egal.

In diesem kurzen Artikel erklärt die Süddeutsche Zeitung sehr anschaulich und verständlich, wie sich Corona verbreiten wird. Es geht um diese Kurve:

Die rote Kurve zeigt eine sehr schnelle Ausbreitung an. Das Problem daran ist: Wenn ganz schnell, ganz viele infiziert sind, dann sind auf einen Schlag auch sehr viele (zu viele) schwere Verläufe, die ins Krankenhaus müssen und die Krankenhäuser sind dann überlastet (und das betrifft dann ALLE Patienten, nicht nur Corona-Infizierte). Wenn sich die Ansteckungen besser übers Jahr verteilen (blaue Kurve), dann haben die Krankenhäuser auch mehr Luft.

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Spektrum der Wissenschaft erklärt noch mal ganz klar den Unterschied von bekannten, etablierten Grippe-Viren und Corona. Corona ist neu, man weiss noch nicht alles darüber und es gibt noch keine Grundimmunität in der Bevölkerung. D.h. es wird sich viel schneller verbreiten, weil sich eben am Anfang jeder einmal damit ansteckt. Die Frage ist, wie schnell das geht. (s. rote/blaue Kurve)

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Eine sehr gute, täglich Informationsquelle zum Thema ist der Podcast NDR-Coronaupdate mit dem Virologen Christian Drosten. Der Mann ist Experte und erklärt alles sehr verständlich, sachlich und eindringlich, ohne dabei unnötig Panik zu verbreiten. Empfehlung für alle: „Es ist nicht die Zeit für Egoismus“ und v.a. für Eltern: „Wir müssen die älteren Menschen schützen“.

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Falls Du selbst noch denkst (oder jemand kennst, der so denkt): „Steck ich mich schnell an, hab ichs hinter mir“ oder Du abgesagte Events für übertrieben hältst (oder jemand kennst, der so denkt): Es geht nicht um DICH (du wirst aller Wahrscheinlichkeit nach nur eine stärkere Erkältung spüren), es geht um die, die es nicht unbeschadet überstehen werden. Es geht darum Zeit zu gewinnen. Zeit für die Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, Zeit, die die Krankenhäuser entlastet. Die Kurve muss flach bleiben.

Verdreht nicht die Augen über geschlossene Schulen oder schimpft über das abgesagte Bundesligaspiel sondern haltet Euch an die Empfehlungen der Institutionen und steckt Eure Energie in verantwortungsvolles, gemeinschaftliches Handeln. Wenn Oma oder Opa als Kinderbetreuung ausfallen, organisiert euch mit anderen Eltern, fragt eure alte Nachbarin, ob Ihr für sie einkaufen könnt, denkt Euch kreative Ideen aus, wie ihr die anstehenden Probleme gemeinsam meistern könnt. Solidarität sticht Egoismus.

Redet über das alles in Euren Familien und im Freundeskreis. Verbreitet die drei Links (oder andere seriöse, unaufgeregte Quellen) in euren Eltern- und Familien-Chat-Gruppen und haltet Euch immer an die 7 Social-Media-Regeln gegen die Corona-Panik von Dirk) . Klebt nicht am Newstickerblog, wo die Zahl der infizierten stündlich hochgezählt wird, sondern hört einmal am Tag Christian Drosten zu.

Und natürlich: Lachen nicht vergessen

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