Post von @heibie – S01E14: Bratwürste zu verschenken

Manchmal gibt es auch gute Nachrichten aus der Nachbarschaft bei nebenan.de.

Wie kann man den Fahrradverkehr in der Stadt steigern? Die etwas martialisch betitelte Dokumentation „Der Fahrradkrieg – Der Kampf um die Straßen“ (Hey ARD, warum ist der Film denn in der ARD Mediathek rausgenommen und beim NDR noch abfrufbar? Das kapiert doch niemand. Das ist doch absurd.) versucht das herauszufinden und liefert ganz gute Beispiele. Im Prinzip läuft es auf Folgendes hinaus:

Die Leute werden mehr Fahrradfahren, wenn man Fahrradfahren sicher und attraktiv macht. Sicher und attraktiv kann man es meistens nur machen, wenn man Autospuren oder Parkplätze wegstreicht. Wenn dann mehr Menschen Fahrrad fahren, fahren automatisch weniger Menschen Auto und die Autofahrer haben dann weniger Stau und kommen auch mit dem geschrumpften Platz zurecht.

Das klingt in sich logisch und die Beispiele im Film zeigen auch, daß das in der Praxis funktionieren kann.

Die Realität in der selbsternannten Radlhauptstadt München sieht aber vor meinem Fenster so aus: ein auf die Straße gepinselter Radweg Schutzstreifen. Eingequetscht zwischen fahrenden Autos und potentiell sich öffnenden Türen (die verheerende Folgen haben können) der parkenden Autos.

Auf der benachbarten Rosenheimer Straße wird seit Jahren um einen Radweg gestritten. Jetzt gibt es als Kompromiss eine Tempo 30-Zone. Auf ein Jahr befristet. Und wie nahezu unmöglich es ist, sicher mit dem Rad von mir aus zum Marienplatz zu kommen, habe ich hier schon mal aufgeschrieben.

Drei Beispiele aus meinem direkten Umfeld, die keinen einzigen Radfahrer zusätzlich auf die Straße locken werden.

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Wir befinden uns hier gerade in der ersten Sommerferienwoche und, obwohl ich noch ganze drei Wochen arbeiten muss, freue ich mich immer ein bisschen mit den Kindern, wenn Ferien sind. Weil ich mich noch ganz gut erinnern kann, wie das bei mir war, wenn man sechs Wochen machen kann, was man will. Rumgammeln, Spielplatz, Zocken, Freunde treffen, spät ins Bett, kein Schulstress, Zeit verschwenden. Und weil die Kinder mittlerweile schon etwas größer sind, machen sie das oft auch schon autonom. Als Eltern gewöhnen wir uns da grad langsam dran. Das ist – in der Stadt – nicht immer einfach, aber muss ja.

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Die Brettspiele des Jahres wurden gekürt. Seit die Kinder ein bisschen älter sind, kann man mit denen ja auch wieder anspruchsvollere Sachen als den Obstgarten (gähn) spielen. Bei uns z.B. gerade Colt Express, Risiko und v.a.  Die Legenden von Andor. Letzteres ist ein sehr schön gemachtes, kooperatives Rollenspiel. Bei uns spielt immer noch ein älterer Teenager Freund mit, der den vollen Durchblick hat und alle anleitet. Aber der Sohn steigt mit seinen neuen Jahren schon ganz gut durch und die siebenjährige Tochter läuft auch schon bei manchen Missionen mit.

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Felix hat sich einen gesponserten Blogpost über eine Ghostwriter Agentur von genau dieser Ghostwriter Agentur schreiben lassen.

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Neben Ren & Stimpy („All kids love LOG!„) habe ich in den 90ern auf Nickelodeon sehr gerne Rockos modernes Leben geschaut. Jetzt kommt Rocko zurück und der Trailer sieht gut aus.

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Basierend auf dem letztwöchigen Wetter haben Clemens und ich spontan eine kleine Regenplaylist zusammenkuratiert. Hört sie an, sie ist ganz gut geworden. Seit der Recherche dafür spreche ich Rainhard Fendrich nur noch RAINhard aus. Das ist der umgedrehte Titel eines durchschnittlichen Action-Films mit Morgan Freeman.

Die Spotify-Playlist zu diesem Newsletter gibt es immer noch hier. Gerne Abonnieren.

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[Video] Cage The Elephant – Whole Wide World
Meine drei Lieblingscoverversionen von Whole Wide World sind:
1. Will Ferrell (im Film Stranger than fiction)
2. Cage the Elephant
3. Die Toten Hosen (mit Wreckless Eric)

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[Video] Manchester Orchestra – The Alien
Bestes Lied – es geht nichts über epische Chöre –  der Band bleibt immer noch Virgin, aber das hier ist auch schon sehr gut.

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[Video] Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen – It’s OK to love DLDGG
Die älteren Leser des Newsletters erinnern sich vielleicht noch an die Band Superpunk. DLDGG ist – jetzt auch schon seit Jahren – die Nachfolgeband mit ähnlicher Besetzung. Und es ist vollkommen OK, wenn Ihr DLDGG genauso lieb habt wie Superpunk.

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[Video] Wanda – 0043
Wenn sie schlau sind, spielen sie das bei Ihren Konzerten als Opener. So wie Nada Surf das mit Blizzard of 77 mal gemacht haben. Ballade am Anfang ist besser als am Schluss. Meine Meinung.

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[Video] Granada – Spür die Sun
Falls ihr noch kein Urlaubsziel habt: der Attersee im Salzkammergut ist nett. Vielleicht trefft Ihr ja Granada beim Tretbootfahren.

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[Video] Antilopen Gang – Liebe Grüße (mit Fatoni)
Der Antilopen-Zug rollt weiter. Es gibt neue Tourtermine und ich lege jedem eine Konzertbesuch nahe.

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[Video] Fünf Sterne deluxe – Moin Bumm Tschack
Netter Bass.

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[Video] Casper – Keine Angst feat. Drangsal
Sirenen fand ich eher schlecht, aber die neue Single mit Drangsal kann man ziemlich gut zwischen einen Smiths und Cure-Song in die Playlist schieben.

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[Video] Zugezogen Maskulin – Was für eine Zeit
Spätestens jetzt ist die gute Laune von der Granada-Tretbootfahrt weg …

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[Video] Nine Inch Nails – Less than

… und Trent Reznor sorgt auch nicht für Sonnenschein.

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[Video] Alice Cooper – Paranormal
Ein schöneres Powerrockeröffnungsriff gibts diese Woche nicht. Und dann noch sein Gesicht. Man fragt sich, ob er überhaupt noch in die Maske muss oder alles einfach Natur ist.

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Der Witz zum Schluss kommt heute von Manni (37) aus M.

Treffen sich zwei Kerzen. Sagt die eine: „Ey! Wasser ist mega gefährlich, oder?“ Sagt die andere: „Davon kannst du ausgehen!“

Wenn Ihr auch einen Lieblingswitz habt, dann schickt mir den doch bitte an postvon@heibie.de. Ältere Ausgaben meines Newsletters kannst Du im Archiv nachlesen.

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